Das Narrenschiff

 Taschenbuch
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ISBN-13:
9783150008997
Einband:
Taschenbuch
Seiten:
536
Autor:
Sebastian Brant
Gewicht:
225 g
Format:
145x98x25 mm
Serie:
899, Reclam Universal-Bibliothek
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Sebastian Brant, 1457 Straßburg - 10. 5. 1521 ebd. Der aus einer Straßburger Ratsherren- und Gastwirtsfamilie stammende B. studierte in Basel klassische Sprachen und Jura (Lizentiat 1483/84); danach lehrte er hier Kirchen- und Zivilrecht sowie Poesie. Er promovierte 1489 zum Doktor beider Rechte, wurde Dekan der juristischen Fakultät (1492) und 1496 Professor für römisches und kanonisches Recht. 1500 kehrte B. nach Straßburg zurück; 1501 übernahm er das Amt des Syndikus, 1503 wurde er Stadtschreiber. Als Berater, Korrektor und Lektor war er wesentlich an der Baseler Buchproduktion zwischen 1480 und 1500 beteiligt (Editionen u. a.).
Sebastian Brant - um 1500 herum ein bekannter Autor deutscher Sprache - etablierte die Figur des Narren in der Literatur und löste damit eine regelrechte Welle der 'Narrenliteratur' aus.
Dieses anspruchsvolle Programm in der frühneuhochdeutschen Volkssprache zu verwirklichen, galt als besondere Leistung, die hier in der originalsprachigen Studienausgabe mit ausführlicher Kommentierung nachvollziehbar wird.
Die ganze Menschheit besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher Narren
- das ist die zentrale Botschaft des Narrenschiffs. Im Narren-Begriff treffen
das christliche Konzept der Sünde und das humanistische der Unvernunft
zusammen; entsprechend ambivalent ist der dem Narrentum didaktisch entgegengehaltene
Begriff der Weisheit. Die Narren als solche haben hier jedoch ihre sowohl
in der Volkskultur als auch im höfischen Leben deutliche Ambivalenz, nach
der sie auch Monopolisten der Weisheit sein konnten, nahezu vollständig
eingebüßt. Das Buch will ein Narrenspiegel sein, verkennt aber, dass ein
solches Instrument der Weisheit doch ein Werkzeug der Narren ist. Brants
Moralvorstellungen sind einerseits rückwärtsgewandt, andererseits vertritt
er eine Ethik stadtbürgerlichen Gemeinsinns. Jeder soll sich mit dem Ort
bescheiden, an den das Schicksal ihn gestellt hat - doch zugleich wird
die Wechselhaftigkeit des Schicksals im Bild des Fortunarads betont. Kaiser
Maximilian I. wird ausdrücklich unterstützt (>>Dem kommt ohn Zweifel in
die Hand/Die heilge Erd, das gelobte Land

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