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Autor: Claudio Donati
ISBN-13: 9783428119783
Einband: Taschenbuch
Seiten: 337
Gewicht: 536 g
Format: 243x172x22 mm
Sprache: Deutsch

Säkularisationsprozesse im Alten Reich und in Italien: Voraussetzungen, Vergleiche, Folgen

16, Annali dell'Istituto storico italo-germanico in Trento / Jahrbuch des italienisch-deutschen historischen Instituts in Trient. Contributi / Beiträge
Le secolarizzazioni nel Sacro Romano Impero e negli antichi Stati italiani: premesse, confronti, conseguenze
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Helmut Flachenecker, Dr. phil., geb. 1958, ist Professor für Fränkische Landesgeschichte an der Universität Würzburg
Inhalt: C. Donati, Introduzione - H. Flachenecker, Einleitung - H. Klueting, Der Staat bemächtigt sich mit vollem Recht des "angemaßten Eigenthums" der Kirche. Territorial- und Klostersäkularisation vom 16. bis 19. Jahrhundert - G. Dell'Oro, Il Regio Economo nel ducato di Milano e nei domin sabaudi e la questione dei benefici ecclesiastici durante l'Antico Regime - E. Brambilla, I poteri giudiziari dei tribunali ecclesiastici nell'Italia centrosettentrionale e la loro secolarizzazione - D. Montanari, Dignità e poteri di un vescovo della Lombardia veneta a metà Settecento - G. Del Torre, Le diocesi venete nella seconda metà del Settecento tra secolarizzazioni e nuovi confini giurisdizionali - K. Andermann, Die geistlichen Staaten Südwestdeutschlands am Vorabend der Säkularisation - H. Flachenecker, Die Säkularisationsvorgänge in fränkisch-bayerischen Hochstiften - U. Mazzone, Episcopato e governo nelle legazioni dello Stato della Chiesa alla venuta di Napoleone - M. Nequirito, La Chiesa tridentina fra Sette e Ottocento: dal Sacro Romano Impero all'impero napoleonico - W. D. Godsey, Jr., Die Säkularisationen um 1800 und die österreichische Hocharistokratie - A. Trampus, Secolarizzazione e Restaurazione: Sigismund von Hohenwart tra Venezia e Vienna - E. Gatz, Zum Umbruch der Pfarrei im Kontext der Säkularisation - D. Burkard, Ekklesiale und ekklesiologische Folgen der Säkularisation von 1802 - P. Prodi, Sul concetto di secolarizzazione
Anlass für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Säkularisierungs- und Mediatisierungsvorgängen bot die 200jährige Wiederkehr der Jahre 1802/1803, wo in den meisten kleineren bis mittleren weltlichen wie geistlichen Staaten des Alten Reiches einschneidende Zäsuren einsetzten, an deren Ende in vielen Fällen das Aufhören der eigenen Staatlichkeit stand. Damit fand zugleich eine Sonderentwicklung im Alten Reich ihren Abschluss, so dass Bischöfe und Äbte/Äbtissinnen neben ihrer geistlichen auch eine weltliche Herrschaft beanspruchen konnten. Für die Kirche bedeuteten die Säkularisierungsvorgänge eine durch die Reduktion der Aufgaben bedingte geistlich-geistige Erneuerung, für den Staat die Beseitigung alter landständischer Sonderherrschaftsträger.Dieses in groben Zügen skizzierte Bild der Säkularisation ist überwiegend in den Regionen nördlich der Alpen entwickelt worden. Von daher erschien es mehr als reizvoll, die oberdeutsche Entwicklung mit jenen in Österreich, in der Lombardei, in Venezien bzw. in der Toskana in Kontrast zu setzen. Die Bistümer nördlich wie südlich der Alpen unterschieden sich in ihrer Finanz- und Wirtschaftskraft, aber auch in der jeweiligen persönlichen Zusammensetzung der Domkapitel. In den italienischen Regionen wurde das Papsttum überdies stärker als weltlicher Herrschaftsfaktor wahrgenommen, der auch erheblich größeren Einfluss auf die Auswahl der Bischöfe nahm. Ein weiterer signifikanter Unterschied lag in der Sozialstruktur der Inhaber der Kirchenämter und -pfründen. Im Norden dominierte die Adelskirche. Daher war die Hoffnung groß, dass mit dem teilweisen Ausgreifen der habsburgischen Herrschaft auf Süddeutschland im Zuge einer restaurativen Phase Adelsstifte wieder errichtet werden würden. Schließlich waren Säkularisierungsvorgäng e im nördlichen Italien zeitlich gesehen früher, eine Phasenverschiebung der Ereignisse ist evident.
Die Beiträge des vorliegenden Bandes wollen Grenzen öffnen, den Blick für scheinbar gleiche, bei näherem Hinsehen jedoch grundsätzlich verschiedene Vorgänge in zwei Großregionen Mitteleuropas schärfen, um somit Impulse von außen für die - besonders in Deutschland - heftige Diskussion über die Bewertung der Ereignisse 1802/03 zu geben.
Editiert von: Claudio Donati, Helmut Flachenecker
Helmut Flachenecker, Dr. phil., geb. 1958, ist Professor für Fränkische Landesgeschichte an der Universität Würzburg

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Rezensionen

Autor: Claudio Donati
ISBN-13 :: 9783428119783
ISBN: 3428119789
Erscheinungsjahr: 01.10.2005
Verlag: Duncker & Humblot GmbH
Gewicht: 536g
Seiten: 337
Sprache: Deutsch
Sonstiges: Taschenbuch, 243x172x22 mm, 2 Tab., 1 Abb.