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Autor: Gunilla Fincke
ISBN-13: 9783531915418
Einband: eBook
Seiten: 330
Sprache: Deutsch
eBook Typ: PDF
eBook Format: eBook
Kopierschutz: Adobe DRM [Hard-DRM]
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Abgehängt, chancenlos, unwillig?

Eine empirische Reorientierung von Integrationstheorien zu MigrantInnen der zweiten Generation in Deutschland
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„Die zweite Generation wird abgehängt. [. . . ] Die zweite Generation kann deutlich schlechter lesen und rechnen als die erste Generation. “ (Spiegel Online, 15. 05. 2006) „Organisierte Verweigerung. Viele Muslime lehnen Bemühungen um Integration ab – Gefahr einer islamischen Parallelgesellschaft“ (Süddeutsche Zeitung, 13. 11. 2004, S. 2) Scheitern MigrantInnen der zweiten Generation? Sind sie abgehängt, chancenlos und (integrations-) unwillig – wie obige Zitate nahelegen? Wissenschaftliche und journalistische Berichte nennen erschreckende Zahlen: So liegt die Quote der ausländischen Jugendlichen, die die Schule nicht beenden, mit 13,6% mehr als doppelt so hoch wie die deutscher Jugendlicher ohne Migrationshintergrund (5,4%) (Bildungsberichterstattung 2008: 274). In Bezug auf Arbeitslosigkeit sind die Verhältnisse ähnlich. In Berlin beträgt beispielsweise die Arbeitslosigkeit bei Deutschen ohne Migrationshintergrund 16,5%, bei ausländischen Staatsb- gerInnen jedoch 35%, in einigen Stadtvierteln sogar weit über 40%. (Hillmann 2006). 81% der ausländischen Arbeitslosen haben keine Berufsausbildung, 54% verfügen über keinerlei Schulabschluss (Bundesagentur 2005). Treffen diese alarmierenden Zahlen auch für die zweite Generation von MigrantInnen zu? Seit der Veröffentlichung der Ergebnisse der PISA-Untersuchung (Programme for International Student Assessment) wird die These vom ‚Niedergang‘ der zweiten Generation vertreten, d. h. die Annahme, dass die zweite Migrantengeneration schlechtere Bildungsabschlüsse und einen prekäreren Status auf dem Arbei- markt aufweist als die erste.
Integrationstheorien: Eine Reorientierung - Empirie I: Individualebene der MigrantInnen - Sprache, Bildung, Beruf, Freund- und Partnerschaften - Empirie II: Individualebene der MigrantInnen - Integrationsmuster - Empirie III: Dominanzbevölkerung - Ähnlichkeitswahrnehmung und Rassismus - Diskussion: Empirische Befunde und Plausibilisierung der Theorien - Fazit: MigrantInnen der zweiten Generation - abgehängt, chancenlos, unwillig?
„Die zweite Generation wird abgehängt. [. . . ] Die zweite Generation kann deutlich schlechter lesen und rechnen als die erste Generation. “ (Spiegel Online, 15. 05. 2006) „Organisierte Verweigerung. Viele Muslime lehnen Bemühungen um Integration ab – Gefahr einer islamischen Parallelgesellschaft“ (Süddeutsche Zeitung, 13. 11. 2004, S. 2) Scheitern MigrantInnen der zweiten Generation? Sind sie abgehängt, chancenlos und (integrations-) unwillig – wie obige Zitate nahelegen? Wissenschaftliche und journalistische Berichte nennen erschreckende Zahlen: So liegt die Quote der ausländischen Jugendlichen, die die Schule nicht beenden, mit 13,6% mehr als doppelt so hoch wie die deutscher Jugendlicher ohne Migrationshintergrund (5,4%) (Bildungsberichterstattung 2008: 274). In Bezug auf Arbeitslosigkeit sind die Verhältnisse ähnlich. In Berlin beträgt beispielsweise die Arbeitslosigkeit bei Deutschen ohne Migrationshintergrund 16,5%, bei ausländischen Staatsb- gerInnen jedoch 35%, in einigen Stadtvierteln sogar weit über 40%. (Hillmann 2006). 81% der ausländischen Arbeitslosen haben keine Berufsausbildung, 54% verfügen über keinerlei Schulabschluss (Bundesagentur 2005). Treffen diese alarmierenden Zahlen auch für die zweite Generation von MigrantInnen zu? Seit der Veröffentlichung der Ergebnisse der PISA-Untersuchung (Programme for International Student Assessment) wird die These vom ‚Niedergang‘ der zweiten Generation vertreten, d. h. die Annahme, dass die zweite Migrantengeneration schlechtere Bildungsabschlüsse und einen prekäreren Status auf dem Arbei- markt aufweist als die erste.

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Autor: Gunilla Fincke
ISBN-13 :: 9783531915418
ISBN: 353191541X
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Seiten: 330
Sprache: Deutsch
Auflage 2009
Sonstiges: Ebook, Die Studie untersucht die Integration der zweiten Generation MigrantInnen in Deutschland. Dafür wird ein sozialkonstruktivistisches Integrationskonzept entwickelt und es werden US-amerikanische Theorien auf Deutschland übertragen. Der empirische Teil der Studie analysiert u.a. anhand der Daten des Mikrozensus 2005 die Bereiche Sprache, Bildung, Beruf und soziale Beziehungen. Erstmalig werden MigrantInnen mit deutscher Staatsbürgerschaft in die Datenbasis eingeschlossen. Die Untersuchung zeigt en