Krank hinter Gittern

Die Abteilung Heil- und Pflegeanstalt des Strafgefängnisses Neustrelitz- Strelitz zwischen 1939 und 1945
 Großformatiges Paperback. Klappenbroschur
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ISBN-13:
9783946732761
Veröffentl:
2020
Einband:
Großformatiges Paperback. Klappenbroschur
Seiten:
108
Autor:
Reinhard Simon
Gewicht:
196 g
Format:
211x164x7 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Simon, ReinhardReinhard Simonwurde 1963 in Neustrelitz geboren. Seine geliebte Heimatstadt wird er bis auf wenige Ausnahmen nie verlassen. Dazu gehören der 18-monatige Dienst in der Nationalen Volksarmee und das 5-jährige Studium an der damaligen Karl-Marx-Universität Leipzig, an der er ein Diplomagrarpädagogikstudium absolvierte. Die Absolventenzeit fällt in denZeitraum der politischen Wende 1990, sodass die Zeit als Lehrer in der Betriebsberufsschule des Volkseigenen Gutes Groß Vielen nur kurzwährt. Seit Juli 1990, mit dem Tag der Währungsunion, arbeitet er in der Kreisverwaltung des damaligen Kreises Neustrelitz und heu-tigen Landkreises Mecklenburgische Seen-platte. Seine Hobbys sind Naturschutz, Heimatgeschichte, Joggen bzw. Walken und neuerdings Schreiben. Seine größte Leidenschaft aber gehört der Domjüch, wo er seit 2015 aktiv im "Verein zum Erhalt der Domjüch - ehemalige Landesirrenanstalt e. V." mitarbeitet.Reinhard Simon ist seit 30 Jahren mit seiner Frau Ulrike verheiratet und hat zwei mittlerweile erwachsene Kinder.
Mit dem Inkrafttreten des kurz nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 verschärfte sich in Mecklenburg das Problem der sicheren Unterbringung von sogenannten "geisteskranken Rechtsbrechern", die nach42 b dieses Gesetzes zu einem Maßregelvollzug in einer gesicherten Heil- und Pflegeanstalt verurteilt wurden. Die drei damals existierenden mecklenburgischen Anstalten Sachsenberg bei Schwerin, Gehlsheim bei Rostock und Domjüch bei Neustrelitz hatten nur unzureichende Möglichkeiten, diese Personen unterzubringen. Manche von ihnen weigerten sich sogar, derartige "Problempatienten" aufzunehmen. Eine Lösung dieses Problems war zwingend notwendig. Diese fand man, allerdings erst 1939, als im Landesgefängnis Neustrelitz-Strelitz ein Haftgebäude leergezogen wurde. Im September 1939 richtete man im großen Hafthaus I zunächst eine Station für "geisteskranke Rechtsbrecher", genannt Abteilung III und dann später 1943 eine Station für sogenannte "asoziale Tuberkulosekranke" ein, in der bis zum Kriegsende jedoch hauptsächlich Tbc-kranke Zwangsarbeiter aus dem Osten eingewiesen wurden.

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