Walter Ulbricht: Mein Urgroßvater (edition ost)

Mein Urgroßvater
 Gebundene Ausgabe
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ISBN-13:
9783360018939
Veröffentl:
2020
Einband:
Gebundene Ausgabe
Seiten:
352
Autor:
Florian Heyden
Gewicht:
617 g
SKU:
INF1100503328
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Heyden, Florian
FLORIAN HEYDEN, geboren 1980, arbeitete nach seinem Studium in London in einem internationalen Marktforschungsunternehmen und ist seit 2011 in der Schweiz als Manager in der Nahrungsmittelbranche tätig. Er hat sich intensiv mit seiner Familiengeschichte auseinandergesetzt, die zeit seines Lebens ein gut gehütetes Geheimnis war. Dank seines exklusiven Zugangs zu internationalen Archiven konnte er bislang unbekannte Materialien über seinen Urgroßvater Walter Ulbricht sichten. Heyden lebt mit seiner Familie in Genf.
Das Bild, das die Geschichtsschreibung von Walter Ulbricht zeichnet, scheint unverrückbar zu stehen: intriganter Machtpolitiker, Mauerbauer, Vasall der Sowjetunion. Wie wurde Walter Ulbricht der, den alle zu kennen meinen? Diese Frage bewegte Urenkel Florian Heyden, der sieben Jahre nach Ulbrichts Tod geboren wurde. Doch seine Eltern und Großeltern sprachen nicht über ihre Vergangenheit. Walter Ulbricht war eine Un-person. Florian Heyden wollte es wissen: Er stieß in Archiven auf -Fakten, die in bisherigen Biografien fehlen, und wurde auch in alten Familienunterlagen fündig. Was mit der Suche nach den Bausteinen seiner Familiengeschichte begann, erbrachte im Ergebnis nicht nur ein facettenreiches Bild des Menschen Walter Ulbricht, sondern führt an die Schaltstellen der Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Das Bild, das die Geschichtsschreibung von Walter Ulbricht zeichnet, scheint unverrückbar zu stehen: der Moskau ergebene Kommunist, der sächselnde Machtpolitiker, der den Aufbau des sozialistischen Staates nur "demokratisch aussehen" lassen wollte, der Mauerbauer, erst Vasall der Sowjetunion, dann fallen gelassen, weil er der DDR einen wirtschaftlich eigenen Kurs verordnete, kaltgestellt im eigenen Land, der bespöttelte "Spitzbart". Der ein oder andere bürgerliche Historiker gestand zu: Man hatte es mit einem Staatsmann von Format zu tun, die Zeit des Kalten Krieges forderte eigene Spielregeln im Ost-West-Konflikt. Als Privatperson erweckte immerhin der Sportfreund Ulbricht, der Turner und Tischtennisspieler, einige Sympathien. Ist damit das Bild über den Politiker und Privatmann Ulbricht erschöpfend gezeichnet? Wie wurde er der, den alle zu kennen meinen? Diese Frage bewegte Urenkel Florian Heyden, der sieben Jahre nach Ulbrichts Tod geboren wurde. Dieser war in Leipzig in erster Ehe mit Heydens Urgroßmutter Martha Schmellinsky verheiratet. Doch seine Eltern und Großeltern sprachen nicht über ihre Vergangenheit. Walter Ulbricht war eine Unperson - in der Familie nicht anders als in der gängigen Geschichtsschreibung. Florian Heyden wollte es wissen. Sowohl die Legenden als auch die Leerstellen im Charakterbild seines Urgroßvaters veranlassten ihn, sich auf dessen Spuren zu begeben. Heyden stieß in verschlossenen Archiven, die ihm nur aufgrund seiner Verwandtschaft exklusiv geöffnet wurden, auf Fakten, die noch keiner der zahlreichen Ulbrichtbiografen verarbeiten konnte. Was mit der Suche nach den Bausteinen seiner Familiengeschichte begann, erbrachte im Ergebnis nicht nur ein facettenreiches Bild des Menschen Walter Ulbricht, sondern führt an die Schaltstellen der Geschichte des 20. Jahrhunderts und zu der Rolle, die die wesentlich von SED-Chef und Staatsratsvoritzendem Ulbricht geprägte Deutsche Demokratische Republik spielte.

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